Eigentlich hat alles vor über 40 Jahren in der Waldorfschule in Salzburg begonnen: Petra – ihr könnt Petzi zu ihr sagen – lernte dort, eigene Patschen zu filzen. Und hörte nie wieder auf. Gefilzt wurde fortan überall: daheim, im Kindergarten, am See, auf der Alm.
An einem ganz normalen Morgen im Jahr 2012 stand Petzi auf und dachte: „Ich habe einen neuen Laptop – ich brauche eine Tasche.“ Sie legte die Wolle auf, ungekämmt und im Pyjama. Ihr Sohn Florian saß daneben – und hielt ganz bewusst die Kamera drauf.
Der kleine Film landete auf YouTube, wo es 2012 noch fast nichts über das Filzen gab. Wildfremde Menschen fragten: „Wo bekomme ich diese Wolle? Wie geht das?“ Ein paar Wochen später stand Florian vor seiner Mutter: „Mama, wir brauchen eine Filzfirma!“
Die Idee war einfach: ein Packerl, in dem wirklich alles drin ist – Wolle, Seife, Werkzeug und Anleitung. Das allererste ging in die Schweiz, jedes weitere wurde gefeiert, bis die Garage zum Filzraum umgebaut werden musste. Heute filzt bei uns die dritte Generation mit – denn Filzen zeigt einem, was man selbst schaffen kann. Mit 5 genauso wie mit 85.